Der zeitraumbezogene VdM-Bericht ab 2014 - Kalenderjahr statt Stichtag

Mit dem VdM-Bericht ist 2014 die Stichtagsbetrachtung entfallen. Statt dessen werden seitdem alle Belegungen innerhalb eines Kalenderjahres berücksichtigt. Die erste Abgabe des neuen VdM-Berichtes erfolgte zum Februar 2014, berücksichtigt hierbei jedoch alle Belegungen aus dem Zeitraum 1.1.2013 bis 31.12.2013. Dies bedeutet, dass auch ein Früherziehungskurs, der z. B. zum 1.9.2012 beginnt, in diesen Zeitraum fällt.

VdM-Bericht 2014.008

Bei der bisherigen Betrachtung wurden Daten basierend auf einem Stichtag (dem 1.1. des Jahres) ermittelt. Hierbei war es durch die vielen Bewegungen, unterjährige Kündigungen, Schnupperkurse etc. schwer oder fast unmöglich, alle Schüler nachvollziehbar zu berücksichtigen. Es gab zwar parallel zur Stichtagsbetrachtung noch den Bereich „zusätzliche, nicht ganzjährige Angebote“. Eine Zuordnung zu diesem Bereich war jedoch immer problematisch: Wenn dieser Bereich NUR die gewollt „nicht ganzjährigen“ Kurse, wie z.B. 3-monatige Workshops meint, wohin gehören dann gerade die Schüler, die ein reguläres Hauptfach innerhalb eines Jahres gewechselt oder gekündigt haben? Bei der Stichtagsbetrachtung fallen diese zumindest aus dem Raster.

Schließt man den Bereich „zusätzliche, nicht ganzjährige Angebote“ aus, wurden bei der bisherigen Stichtagsbetrachtung nur die Belegungen und Personen gezählt, die zum 1.1. (noch) im Unterricht waren. In der Graphik sehen Sie diverse Belegungen fünf verschiedener Musikschüler. Die grünen sind zum Stichtag noch aktiv und werden somit in der Statistik berücksichtigt. Die orangenen Schüler fallen durch die Stichtagsbetrachtung raus. Hierbei handelt es sich sowohl um Teilnehmer, die vielleicht zuvor jahrelang im Unterricht waren und nun zu den Sommerferien aufhören, als auch um Teilnehmer, die kurzzeitig mehrere Fächer „ausprobiert“ haben.
Im Ergebnis gibt es in dieser Auswertung nach dem bisherigen Modell also nur 4 Belegungen und 3 Personen (Köpfe).

VdM-Bericht 2014.002

Im neuen VdM-Bericht werden die Unterrichtsdaten nicht mehr auf Basis eines Stichtages, sondern unter Berücksichtigung aller „Aktivitäten“ innerhalb eines Kalenderjahres berechnet. Hierbei wird jeder Monat einer Belegung zu 1/12 angerechnet:
Ist ein Schüler 12 Monate im Unterricht, so ergibt sich 12*1/12, also 1 Belegung.
Ist ein Schüler 6 Monate im Unterricht, so ergibt sich 6*1/12, also 0,5 Belegung.
Hierbei werden grundsätzlich alle Belegungen und Teilnehmer berücksichtigt, auch wenn Sie vielleicht nur einen Schnupperkurs besucht hatten.
Im Ergebnis haben wir in dieser Auswertung alle 5 Personen (Köpfe) und als durchschnittliche Anzahl der Belegungen / Monat jetzt 4,92.

VdM-Bericht 2014.003

Auffallend ist hierbei, dass auch die Personen berücksichtigt werden, die zum Ende des Jahres längst nicht mehr im Unterricht sind. Statt bisher nur 3 sind es nun 5 Personen (Köpfe), die an der Musikschule Unterricht hatten. Auch die Anzahl der Belegungen steigt von bisher 4 auf 4,92.

Noch gravierender werden die Unterschiede bei der Betrachtung einzelner Unterrichtsfächer. Auch hier wird zukünftig je Fach die Anzahl der Personen (Köpfe) und die durchschnittliche Anzahl der Belegungen / Monat abgefragt. Reduzieren wir die obere Graphik auf das Fach „Gitarre“ wird der Unterschied deutlich: Bei der bisherigen Stichtags-Betrachtung haben wir nur 2 Personen (Köpfe) und 2 Belegungen.

VdM-Bericht 2014.004

In der neuen Kalenderjahr-Auswertung ergeben sich 3 Personen (Köpfe) und als durchschnittliche Anzahl der Belegungen / Monat jetzt 2,25.

VdM-Bericht 2014.005

Betrachten wir nur das Fach „Klavier“, wird ebenfalls gerade bei der Anzahl der Personen ein großer Unterschied deutlich.
Bei der bisherigen Stichtags-Betrachtung haben wir nur 2 Personen (Köpfe) und 2 Belegungen.

VdM-Bericht 2014.006

Über das Kalenderjahr verteilt ergeben sich jedoch 5 Personen (Köpfe) und als durchschnittliche Anzahl der Belegungen / Monat jetzt 2,25.

VdM-Bericht 2014.007

Diese noch recht unspektakulär wirkenden neuen Ergebnisse wirken sich um so gravierender aus, wenn viele zusätzliche Kurse angeboten werden.

Berechnung der Unterrichtsstunden

Große Änderungen enthält der neue VdM-Bericht auch bei der Berechnung der Dauer der erteilten Unterrichtsstunden. Hierbei wird zukünftig je Instrument die „Gesamtunterrichtszeit im Jahr (Summe in Minuten / 45)“ berechnet. Zur Berechnung dieses Wertes wurden pauschal 39 Unterrichtswochen pro Jahr festgelegt. Diese ergeben, geteilt durch 12 Monate, einen Wert von 3,25 Unterrichtsstunden pro Monat. Hat ein Schüler nach dem oberen Modell z. B. 6 Monate lang 30 Minuten Einzelunterricht, so ergeben sich 6 x 3,25 = 19,5 Termine. Diese werden mit 30 Minuten multipliziert. Hieraus ergeben sich 585 Minuten. Diese werden auf die Basis der 45 Minuteneinheit umgerechnet und ergeben letztendlich 13 Unterrichtseinheiten.

In iMikel ist dies sogar noch exakter möglich: Im neuen iMikel-VdM-Bericht-Erfassungsmodul können Sie unter dem Menu > Einstellungen > Berechnungsmethode wählen, ob iMikel statt der pauschal angenommenen 39 Wochen die tatsächlich erteilten Stunden berücksichtigen soll. Da in iMikel bereits sämtliche Ferien etc. hinterlegt sind, weiß iMikel ganz genau, wie oft ein Unterricht stattgefunden hat. Hierbei kann iMikel sogar Schüler, die mitten im Monat eintreten oder auch 14-tägigen Unterricht exakt abbilden.

Kooperationen

Bisher wurden Kooperationen im Berichtsbogen nur unter Punkt 9 abgefragt. Eine Herausforderung bei der Auswertung von Kooperationen mit Kindergärten, Schulen etc. liegt u. a. darin, dass die Namen der teilnehmenden Kinder teilweise gar nicht bekannt sind und somit nicht im Programm eingeben werden können. Trotzdem sollen die Schüler aber im VdM-Bericht korrekt gezählt werden. Als Lösung hierzu können seit langem in der iMikel-Unterrichtsverwaltung unter dem Reiter > Veranstaltungen > Statistik die Belegungszahlen eines Kurses, die Geschlechtsaufteilung und Jahrgänge manuell definiert werden. Zudem ist hier auch die Zuordnung von Kooperationspartnern möglich. So lange alle Teilnehmer eines Kurses bekannt sind, ist die manuelle Pflege hier natürlich nicht mehr erforderlich und iMikel rechnet die entsprechenden Werte automatisch aus. Die korrekte Angabe eines Kooperationspartners in diesem Bereich ist jedoch wichtiger als je zuvor:
Statt bisher nur unter Punkt 9 die Kooperationzahlen auszuwerten, werden ab 2014 im neuen VdM-Bericht die genauen Angaben der Kooperationen unter Punkt 8 je Instrument ermittelt. iMikel berechnet dies automatisch, so lange bei den Kursen entsprechende Kooperationspartner hintergelegt wurden.

Als Basis für den VdM-Bericht 2014 ist das Ausfüllen des Bereiches Statistik/Kooperationen am wichtigsten. Alle weiteren Daten berechnet iMikel vollautomatisch.